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Die Sache mit dem Schiff

… oder das Paradoxon des Theseus.
Wenn bei Reparaturen über die Jahre an einem Schiff Planke um Planke ausgetauscht wird, handelt es sich dann noch um dasselbe Schiff?

Wenn über die Jahre die Namen von Städten ausgetauscht werden, war man dann überhaupt je dort?

Bei meiner ersten Reise hieß Bombay noch Bombay. Jetzt trägt noch ein leckerer Gin diesen Namen.

Bei meiner Ankunft in Madras (1999) hieß die Stadt schon Chennai. Und so stand das dann auch in den Papieren meiner dort erworbenen Enfield.

Und als ich jetzt die Städte Bijapur und Gulbarga gegoogelt habe, musste ich feststellen, dass sie mittlerweile Vijayapura und Kalaburagi heißen.

Womit ich langsam ankomme bei der Bildbeschreibung.
Bijapur ist vor allem bekannt durch den Golgumbaz, dessen Kuppel mit einem Durchmesser von 37m ihn zum viertgrößten Kuppelbau der Welt machen, nach Pantheon, Dom zu Florenz und Petersdom. Aber der Golgumbaz ist nicht auf dem Foto zu sehen. 🙄

Das Foto zeigt das Mausoleums Ibrahim Rauza, einer weiteren Sehenswürdigkeit von Bijapur.
In Bijapur hat mich mein geschwollener Knöchel immer noch vom Flanieren abgehalten, so dass es nur diese zwei Sehenswürdigkeiten waren, die ich, vielleicht ein wenig pflichtbewusst, wenn auch nicht ohne neugieriges Staunen, abgehakt habe. Natürlich per Enfield.

Das 14mm Weitwinkel erlaubt diese ungewöhnliche Perspektive.

Häppi Deppi Flashback

Reminiszenz an ein etwas leichtsinnigeres Ich …

Reisen bildet die Auffassungsgabe, weil man gezwungen ist, ständig neue Eindrücke zu verarbeiten.

Reisen bildet die Einsichtsfähigkeit, wenn man sich Zeit nimmt, Land und Leute kennenzulernen.

Es bildet den Charakter, wenn man denn bereit ist, sich dem Fremdsein in der Welt – drinnen und draußen – auszusetzen.

Und es erweitert das Bewusstsein, zumindest wenn man Länder besucht, die auf eine lange Hanfanbautradition zurückblicken können …