Skip to content
Menu

Unangebracht?

Das Foto ist ziemlich belanglos und stammt von der 99er Reise, aber es triggert eine starke Empfindung an die 79er Reise.

Das Foto entstand in Gokharn, die getriggerte Erinnerung ist eine an Goa. Goa liegt nur 100km weiter nördlich von Gokharn.

Goa war damals unser Ziel, und als wir nach der dreiwöchigen Überlandreise endlich angekommen waren, wollten wir uns erst mal entspannen.

Wir kamen in Panajim an (Schiff von Bombay aus), ruckelten im überfüllten Bus bis nach Colva, wo uns eine Meute Schlepper umzingelte, die uns für ihre jeweilige Unterkunft begeistern wollten.

Irgendwie gingen wir dann mit dem mit, der uns eine Hütte am Strand versprochen hatte. Und die sah dann ungefähr genauso aus, wie die Hütte auf dem Foto oben. War auch in ähnlicher Vegetation. Diese war etwas spärlicher, und bestand, Richtung Strand, der ca. 100-150m entfernt war, hauptsächlich aus Kokospalmen.

Nach zwei Nächten hatten wir genug. Keine Betten, kein Wasser, kein Strom … wie Camping ohne Campingutensilien.

Gelandet sind wir dann in der hier beschriebenen Bleibe.

Fühle mich schon ein bisschen unwohl, wenn ich den Begriff „Hütte“ verwende. Für viele Menschen ist das, bestimmt auch heute noch, ein Haus. Die eigenen vier Wände. Dach überm Kopf …

A picture a day …

… oder der Griff in die Schublade der fotografischen Erinnerungen.

Je länger das alles her ist, desto herausfordernder wird der Abgleich dessen, was sich aus unterschiedlichen Pixeln zusammensetzt und dem, was aus dem Zusammenspiel der seinerzeit beteiligten Neuronen noch abrufbar ist.

Bei manchen Fotos weiß ich noch genau, wie, wo und wann sie entstanden sind.
Andere Erinnerungen sind blass und fadenscheinig.

Macht nix, die Erinnerungsarbeit zahlt sich meist aus, denn meine (nächtlichen) Träume kriegen dadurch hin und wieder eine ganz neue Dimension.
I like that!