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Streifschüsse

Spoiler: nobody got hurt!

Die folgenden Bilder wurden alle beim Herumstreifen durch indische Städte geschossen. Hauptsächlich in Rajasthan (das leite ich aus der Art der Turbane ab), aber eigentlich hab ich die Zuordnung vieler Schwarz-Weiß-Aufnahmen verloren.

Das Herumstreifen mit Kamera ist durchaus tückisch. Hat man sie schussbereit in der Hand oder gar um den Hals hängen, fällt man sofort auf, sodass potenzielle Schnappschüsse von alltäglichen Begebenheiten schnell mal unmöglich werden.

Klar hab ich oft gefragt, ob ich ein Foto machen darf, oft mit positiver Reaktion, aber solche Bilder wie die hier sind nur möglich, wenn man bis zum Abdrücken unbemerkt bleibt.

Also unauffällige Fototasche umgehängt, Kameras schussbereit verstaut, Motiv entdeckt, kurz überlegt mit welcher Brennweite und in welchem Format, und dann schnellschnell. Meistens mit langer Brennweite, sodass man genügend Abstand hat, um das Bemerktwerden hinauszuzögern.

Ein direkter Blick in die Kamera trägt meist nur für die ersten Millisekunden zum Gelingen des Fotos bei, dann versteift sich oft der Blick oder die Fotografierten beginnen, sich in Positur zu bringen.

Häppi Deppi Flashback

Reminiszenz an ein etwas leichtsinnigeres Ich …

Reisen bildet die Auffassungsgabe, weil man gezwungen ist, ständig neue Eindrücke zu verarbeiten.

Reisen bildet die Einsichtsfähigkeit, wenn man sich Zeit nimmt, Land und Leute kennenzulernen.

Es bildet den Charakter, wenn man denn bereit ist, sich dem Fremdsein in der Welt – drinnen und draußen – auszusetzen.

Und es erweitert das Bewusstsein, zumindest wenn man Länder besucht, die auf eine lange Hanfanbautradition zurückblicken können …