Skip to content
Menu

Die Farbe macht’s

Wären Haut und Klamotten in einem anderen Farbton, dann würde wohl jede/r die Analogie zu Opa Schlumpf sehen.

Der Opa Sikh sitzt vor einen Telefonladen in Dharamsala.
Solche Läden waren eine riesige Erleichterung, wenn man von A nach B telefonieren wollte. Ein Gespräch nach Deutschland war meist innerhalb von einer Stunde eingerichtet. Bei den Reisen zuvor hatte das auf den Postamt schon mal 24 Stunden dauern können, so dass man das tunlichst am Tag davor angemeldet hat.
War auch wesentlich billiger als früher.

Ein paar Jahre später gab’s die Shops zwar noch, sie wurden aber zusehends von Internet Cafés verdrängt. Live Chat an einem vorsintflutlichen Computer, das war was!

Andererseits kann heutzutage wahrscheinlich kaum jemand nachvollziehen, was für ein emotionaler Höhepunkt das war, wenn man beim x-ten Gang zum Poste-Restante-Schalter endlich Erfolg hatte und einen Brief oder eine Postkarte aus der Heimat in Händen hielt.

A picture a day …

… oder der Griff in die Schublade der fotografischen Erinnerungen.

Je länger das alles her ist, desto herausfordernder wird der Abgleich dessen, was sich aus unterschiedlichen Pixeln zusammensetzt und dem, was aus dem Zusammenspiel der seinerzeit beteiligten Neuronen noch abrufbar ist.

Bei manchen Fotos weiß ich noch genau, wie, wo und wann sie entstanden sind.
Andere Erinnerungen sind blass und fadenscheinig.

Macht nix, die Erinnerungsarbeit zahlt sich meist aus, denn meine (nächtlichen) Träume kriegen dadurch hin und wieder eine ganz neue Dimension.
I like that!