Aber Hallo

Bei seinen Akten hat Egon Schiele ja nicht nur hinsichtlich des Sujets Mut bewiesen, auch bei der Technik hat er ohne zurückzuschauen Neuland betreten.

Klar, es gab schon immer Bleistiftzeichnungen oder -skizzen, aber diese Art der einfachen Striche (denkt euch mal die Farben weg) ist doch sehr ungewöhnlich.
Dann modelliert er die Körper mit ein klein bisschen Rot (und einem Hauch Weiß), und bäng!, haut er zwei dicke Gouache-Kleckse drauf, die die Komposition nicht nur perfekt ausbalancieren, sondern auch noch durch die Komplementärfarben Kontrapunkte bilden.
So frech!
Man bedenke, dass das Bild 1912 entstanden ist.
Für mich verkörpert es auch noch ein bisschen von der Unschuld, die sich dann 1914 nicht nur aus der Kunst verabschiedet hat.
Und ich bin mir relativ sicher, dass dies nicht zu den Bildern zählt, wegen denen er noch im selben Jahr ins Gefängnis musste  (Vorwurf: Pornografie)

Egon-Schiele---Zwei-Freundinnen

Ab sofort als ganz und gar unschuldiges Akustikbild zu haben

Dann halt gemütlich

Wollte gerade aus dem Haus gehen und ein bisschen durch die Stadt schlendern, was ja auch nicht gerade als ungemütlich einzustufen wäre, hatte also gerade die Schuhe angezogen, da ging’s schon wieder los: Regen Regen Regen.

Dann halt nochmal den Rechner hochgefahren, den ein bisschen in Kunstwerken stöbern wirkt auf mich immer entspannend und anregend zugleich.

Und siehe da, das kann kein Zufall sein, läuft mir dieser wunderbare Kirchner über den Weg.
So einfach von den Farben und den Linien her, so kraftvoll!

Kirchner---Liegender-weiblicher-Akt-mit-Katze-A0

Also schnell in den Akustikbilder-Shop eingestellt.

Und jetzt pack ich eine unserer Katzen auf das Sofa und und warte, bis meine Frau sich zu uns gesellt!

Klimt am Gardasee

„Kirche in Cassone“ lautet der Titel des heutigen Bildes, und natürlich denkt man bei „Cassone“ unwillkürlich „Gardasee“ und somit im gleichen Atemzug „Urlaub“.
Das Gelbgrün im Bild legt noch nahe, dass es sich um den Frühling handeln könnte, und die Üppigkeit der Vegetation lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass dieses Bild ziemlich genau zur gleichen Jahreszeit entstanden sein muss, wie wir sie gerade haben.
Man braucht ja nur aus dem Fenster zu schauen (nee, lieber nicht …).

Was ich erst beim zweiten oder dritten Hinsehen festgestellt habe,ist, dass der Kirchturm „fehlt“. Einfach weggelassen, abgeschnitten.
Tja, Herr Klimt, wassollndas?
Würde das Bild einfach Cassone heißen, vielleicht noch ein „Blick auf“ vorgestellt, dann wär ja alles paletti. Aber bei „Kirche in Cassone“ dürfte man da nicht ein wenig mehr Kirche erwarten?
Das ist ja fast so, als würde man in dem kleinen Ristorante da rechts unten sitzen, eine Pizza „Sophia Loren“ bestellen, auf der dann nur ein einziges Spiegelei drauf ist.
Geht ja gar nicht …

Klimt---Kirche-in-Cassone

Das Bild gibt’s, wie immer, ab heute als Akustikbild zu kaufen (ohne Spiegelei)

Grau go home

Aktiver Widerstand gegen das Regenwetter der letzten Tage!

Habe genug vom Blick aus dem Fenster, wenn ich doch nur bleigrauen Himmel sehe und dazu den Regen prasseln höre.
Manchmal gefällt mir das zwar, dem Regen zuzuhören, aber hey, Mai, genuch is genuch!

Dann glotz ich doch lieber auf das andere Fenster zur Welt, den Bildschirm, und mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.
Hab ich schon mal erwähnt, dass ich digitale Mal-Software liebe? Nein, nicht Photoshop, das wär ja wie mit dem Rollator auf die Formel 1 Strecke zu gehen, sondern z.B. Corel Painter, der Haifisch im Karpfenteich der Mal Software, mit unglaublich tollen Pinseln und wahnsinnig realistischen Mal-Effekten.

Ich kann mich da total verlieren, was ja an sich schon vom schlechten Wetter ablenkt. Natürlich besteht die Gefahr, dass man, wenn man gegen das öde Grau anmalt, ein wenig zu dick aufträgt.
Bin mir nicht ganz sicher, ob mir das hier passiert ist …

24-A0

Ich lad jetzt mal noch die Vorlage hoch, so dass man sich selbst ein Bild davon machen kann, ob ich jetzt zuviel des Guten …

24

Andererseits, wenn man je eine Weile auf das eine und dann eine Weile auf das andere Bild schaut, dann wird schnell klar, welches Bild eher dazu geeignet ist, die Laune zu heben.

Wie immer als Akustikbild erhältlich.

Laid back

Zwar waren, wie ich im letzten Post erwähnt hatte, im Saarland gar keine Pfingstferien, aber da ich für ein paar Tage in meine Heimat, das Allgäu, gefahren bin, war ich also doch im Ferien-Modus … und habe ganz entspannt nix gepostet.

Ein bisschen passt da also die „Zurücklehnende“ von Klee, und wenn ich mir das Bild genauer anschaue, dann finde ich dort durchaus ein paar der Flecken, die ich in den letzten Tagen auch auf so mancher Allgäuer Kuh zu sehen bekam.

Klee---Zuruecklehnende

Ok, der Witz ist sparsam, der Post ebenso, aber ich muss ja auch erst wieder in die Gänge kommen …

Und das Bild ist ja doch einwandfrei, oder?

Ferien

Tja, in manchen Bundesländern fangen heute die Ferien an (nicht so im Saarland), und passend dazu haben wir ein relaxtes Bild in unser Akustikbild Portfolio aufgenommen. Es heißt „Kiefern“ und stammt von Henri Edmond Cross.

Mir ist der Maler eher unbekannt. Klar, auf den ersten Blick sieht man, dass er Pointillist war, ebenso meint man auf den ersten Blick auf seinen Namen zu erkennen, dass er Engländer ist … was aber überhaupt nicht stimmt, denn sein Geburtsname war Delacroix, also Franzose und eher „from the cross“ als Cross.

Egal, hier haben wir eine Szene von der französischen Mittelmeerküste, und damit grüße ich all jene, die sich am Wochenende aufmachen in die zahlreichen Staus, um sich dann wohlverdient in der Sonne zu aalen.

Henri-Edmond-Cross---Kiefern-A0

Die Daheimgebliebenen können sich immerhin hier ein bisschen Urlaub gönnen …

Poor Nellie

… heißt das neue Bild von Richard Temp, das es als Akustikbild in unser Angebot geschafft hat.

Meine erste Assoziation beim Namen „Nellie“ ist „Elephant“, und das krieg ich wohl nie mehr anders in meinen Gehirnwindungen verdrahtet.
Unter dieser Prämisse wird auch klar, dass ich bei dem betreffenden Bild zuallererst einen Rüssel zu erkennen meine.
Und da der Titel auch noch von einer armen Nellie spricht, meine ich nun einen abgerissenen oder gar explodierenden Rüssel zu erkennen. Poor Nellie indeed!!!

Da man davon ausgehen kann, dass der Künstler nix von meinen Verdrahtungen weiß, gibt es sicher auch noch eine andere Deutung des Bildes.
Vielleicht hat das Bild ja gar nichts zu bedeuten oder zumindest etwas weniger Gewalttätiges … vielleicht hat der Künstler ja eine Katze namens Nellie, die sich zuerst auf der Farbpalette und dann auf der Leinwand gewälzt hat?
Oder eine Freundin, der das Mango-Heidelbeer Dessert auf den weißen Teppich gekippt ist?

poor-nelly

Egal, Hauptsache es schluckt Schall, und eigentlich sieht es als Akustikbild doch ganz fröhlich aus …

Grazil

Etwas anderes fällt mir als Überschrift zum heutigen Bild kaum ein, und je länger ich es betrachte (kann bei der Bildaufbereitung durchaus mal eine Stunde sein), desto passender finde ich sie.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine einfache Bleistiftzeichnung. Beim zweiten Blick entdeckt man einen Hauch Weiß hinter der Figur, was schon mal für ein bisschen Plastizität sorgt, und dann natürlich den zarten Farbauftrag auf der Figur, der sie jetzt nicht gerade aus dem Bild heraustreten lässt, aber zusammen mit den leichten Schraffierungen noch ein bisschen mehr vom Hintergrund abhebt.

Wenn soviel feine Nuancen zusammenkommen, dann entsteht schon mal ein ziemlich feines Bild, und wenn derjenige, der den Bleistift führt, dann auch noch Meister Modigliani ist, dann entsteht aus ein paar Strichen ein Symbol anmutiger Weiblichkeit.

Modigliani---Sitzender-weiblicher-Akt-119x100

Sehr leise, unser heutiges Akustikbild

Dunkelbunt

Gestern stand ein absolut untypischer Klee auf dem Bearbeitungsprogramm: Die Spiralschraubenblüten.
Wahrscheinlich würden 97% aller Befragten, wenn man sie nach Paul Klee fragen würde, irgendsowas antworten wie „das ist doch der mit den bunten Farbflächen“ …

Auch gerade deshalb find ich die Spiralschraubenblüten so eindrucksvoll. Wie er da nur mit Grautönen das Papier zum Tanzen bringt!

Ein „einfaches“ Bild, das große Schwierigkeiten bereithält bei der Druckvorbereitung: das Papier war, als das Repro entstand, so vergilbt, dass das Motiv insgesamt ziemlich „matschig“ aussieht. Wenn man in der Bildbearbeitung nun versucht, das Gelb rauszurechnen, entsteht ein merkwürdig flaches Bild, das gar keine Kraft mehr hat. Will man dann über Kontrastverstärkung wieder etwas mehr Bildwirkung erhöhen, sumpfen die dunklen Bereich gleich zu …
Also hab ich den Gelbstich nur ein wenig reduziert, die Formen ein kleines bisschen geschärft, und die Tonwerte so angepasst, dass das Bild wieder eine gewisse Tiefenwirkung hat.

Klee---Spiralschraubenblueten

Obwohl ich persönlich finde, dass mir das ganz gut gelungen ist, hör ich im Geiste schon die Stimmen, die irgendwas von „Beerdigungsstimmung“ murmeln.

Damit der Post dann also nicht so traurig(?) daherkommt, gibt’s noch einen Klee, diesmal deutlich bunter, aber auch ein wenig gedeckt: die Stadtburg.
Beide Motive sind ab heute als Akustikbilder zu haben:
Spiralschraubenblüten >
Stadtburg >

Klee---Stadtburg

Irgendwo scheint immer die Sonne

… wenn auch gerade nicht bei uns.

Es ist 15.00 Uhr und ich wollte gerade eine Flasche Wein aufmachen. Nein, ich habe kein Problem mit Alkohol, nur mit dem kalten, nassen Wetter. Das liegt mir schwer auf dem Gemüt. (Der Desktophintergrund vom vorigen Post wirkt nicht so recht, weil ich immer das eine oder andere Programm auf habe, das ihn verdeckt).

Ich lass die Flasche noch zu (die werd ich heut Abend vielleicht brauchen, wenn das zweite Championsleague Halbfinale so öde wird wie das von gestern) und widme mich meiner Art von Farbtherapie: Ich beschäftige mich mit Bildern.

Habe schnell eines gefunden, von dem ein gelber Lichtschein ausgeht, der ein klein wenig die Aufgabe der verschwundenen Sonne übernehmen kann: Paul Gauguins „Les Mas“.

Gauguin---Les-Mas,-bei-Arles-A0

Und ratzfatz eingepflegt in den Akustikbilder Shop. Darauf einen Dujardin …