Brücke(n)tag

Es sei eines der erotischsten Porträts des Expressionismus, sagt ein Buch über die Künstlergruppe „Brücke“.
Und, was soll ich sagen, da bin ich völlig d’accord.

Allüberall Rundungen, geheimnissvoll das Gesicht halb verdeckt und doch nicht verdeckt, das Nachtblau im Hintergrund – eigentlich gibt es hier nichts, was mich nicht direkt anspricht …
… und ich nehme an, dass die doch etwas schlampig ausgeführte Signatur darauf hinweist, dass der Ernst Ludwig es, nachdem er das Bild fertig gemalt hatte, es dann doch eilig hatte, der Dame eine andere Kunstfertigkeit zu demonstrieren …

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Noch eine Kunstfertigkeit obendrauf: das Bild kann auch Schall schlucken >>> 

Echt jetzt

Ja ja, manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus … oder „wer lange schielt sieht endlich klar“ …

Unser Wienaufenthalt war schon länger geplant, und klar, in Wien kann man Schieles Bilder sehen, aber dass das Wetter so bescheiden sein und die Kunst in den Museen deshalb so üppig konsumiert werden würde, das war nicht vorauszusehen.

Und ganz im ernst: Aug in Aug mit wilden Bildern, das war echt richtig beeindruckend. Vor allem im Leopold Museum, das voll hängt mit Bildern von Egon Schiele.
Habe dort das „Kauernde Mädchen mit gesenktem Kopf“ entdeckt, das ich vorher noch nicht gekannt habe, und voilà, hier ist es:

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… und nicht nur hier, sondern ab heute auch als Akustikbild in unserem Shop >>>

Schiele

… ist ein super Maler, allerdings mit einem für Maler doch wohl eher hinderlichen Namen … Nomen est Omen, woaßt scho …
Oder?
Ich sitz manchmal da und starre geistesabwesend auf eine bestimmte Stelle, sagmermal ich sitz draußen im Café und starre auf die Kaffeetasse. Wenn dann der Geist wieder ein klein wenig zurück kommt, mach ich manchmal ein kleines Spiel, nämlich den starren Blick nicht von der Kaffeetasse lösen, aber die Aufmerksamkeit an die Ränder des Blickfeldes richten. Dort sieht man ja dann alles andere als scharf, weil das Auge nur die Kaffeetasse scharf gestellt hat, und man bekommt nur eine Ahnung von dem was da zu sehen wäre wenn man nur genau hinsehen würde.
Man muss sich dabei sehr darauf konzentrieren, dass man sich nicht auf den Rand der Wahrnehmung konzentriert …
Was man dabei wahrnimmt (man sieht es ja nicht richtig, weil man nicht richtig hinsieht – ich glaub jetzt hab ich’s oft genug wiederholt), ist nicht mit dem zu vergleichen, was man auf einem Foto sieht, wenn die Kamera nicht scharf gestellt ist, aber trotzdem könnte man es als Bokeh bezeichnen.

Die Güte eines guten Bokehs wird sehr oft mit „cremig“ bezeichnet, was ich versucht habe, mit dem folgenden Bild „Blick durch eine Gasse“ umzusetzen.

blick-durch-eine-gasse

Wie immer ab heute als Akustikbild zu haben >>>

Ottekolong

Ob das eine Idee wäre? Ein Akustikbild mit Geruch?
Eigentlich ist das akustisch wirksame Material, das den Kern eines Akustikbildes ausmacht, sehr saugfähig .. es saugt ja auch störende Schallwellen auf.
Auf jeden Fall wäre es doch kontextsensitiv, ein wenig 4711 auf dieses Akustikbild aufzutragen. Ich würde es von hinten aufsprühen, damit es auf der Leinwand keine Flecken gibt.

Hab schon nen Namen dafür: Schnüffelbild.

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Vorläufig leider nur in der geruchlosen Variante bestellbar >>>

Sonnenuntergang zerknittert

Manno, wie lange ist das her, dass ich zuletzt was gepostet habe … !!!
Und wie lange ist es her, dass ich am Meer war und den sagenhaftesten Sonnenuntergang gesehen habe, ever.

Seither haben so viele Eindrücke meine Gehirnwindungen gekräuselt, dass auch meine Erinnerung an diesen Sonnenuntergang nicht mehr das ist was sie mal war …
Aber die Essenz ist noch da.
Hier die Umsetzung als Bild. Habe ihm den Titel „crumpled sunset“ gegeben.

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Und natürlich gibt’s den zerknitterten Sonnenuntergang ganz glattgestrichen als Akustikbild >>>

Alter Hut

Das miese Wetter hat meine Frau genutzt, mich in den Gartenmarkt zu schleppen. Sie weiß, dass mir dort selten langweilig ist, und fragt immer schon bevor wir ins Auto steigen, ob ich meine Kamera dabei habe. Naja, Kamera …
Die letzten Male hatte ich immer mein Samsung K Zoom Handy dabei, und das ist ja schon fast eine Kamera.
Neues Handy, neues Glück – und was soll ich sagen: das LG Flex 2 hat sich besser geschlagen als das alte Samsung, gerade im Makrobereich.

Und da die Bilder dann ja eh schon auf dem Handy zur Verfügung stehen, hab ich gleich noch ausprobiert, ob mit der zurecht gehypten App „Prisma“ nicht noch was aus den Bildern herauszuholen wäre.
Und es war!
Und wie.
Doch leider kann man die bearbeiteten Bilder in Prisma nur in einer lächerlich schlechten Auflösung speichern, so dass sie eigentlich nicht für „größere“ Aufgaben zu gebrauchen sind.
Aber der Bild-Look hat mir stellenweise so sehr gefallen, dass ich den Rest des Tages damit verbracht habe, einen Weg zu finden, diesen Bild-Look auf die große Leinwand zu bringen …

Vom Prisma-Bild zur Druckvorlage ist es ein langer Weg, denn man benötigt ungefähr die 16-fache Menge an Pixeln. Soll heißen: wenn man einen Pixel 16mal größer macht als er eigentlich ist, dann kann man ihn im gedruckten Bild schon aus ein paar Metern Entfernung erkennen. Das ist nicht nur unschön sondern macht auch das Bild völlig unscharf.

Ich will jetzt nicht mit Details langweilen, nur soviel: es geht nix über Corel Painter und die diversen Möglichkeiten, Bilder „nachzumalen“.

Das erfordert hauptsächlich Geduld und ein klein wenig Geschick und Erfahrung schadet auch nicht, und wenn man Glück hat, kommt was Ansehnliches/Druckbares dabei heraus.

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Ich jedenfalls bin total zufrieden mit dem Ergebnis, also ab damit als Akustikbild in den Akustikbilder-Shop

Es wird heiß

… und das Satellitenbild zeigt die warme Strömung, die sich die nächsten Tage über uns hermachen wird.
So’n Quatsch …

Richard Temp hat uns wieder mal ein Bild geschickt, und ich bin richtig dankbar dafür, dass er mir damit, so quasi als Katalysator, ein klein wenig in den Ar… tritt, ist es doch fast zwei Monate her, dass ich das letzte Bild in unseren Shop eingepflegt habe.

Schillernd und fast schon ein wenig irisierend heben sich die Farben von dem dunklen Hintergrund ab. Ich finde dunkle Hintergründe viel geheimnisvoller als helle.
Und ich freu mich schon auf den ersten Druck, weil beim Thermosublimationsdruck die Farben so kräftig und leuchtend reproduziert werden, fast so als würden sie von hinten leuchten, wie am Bildschirm …

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Wie immer als Akustikbild zu haben, in den Größen 140×70 cm oder 2×1 m

Tritt ein

… bring Geld herein …

Wer kann sich noch an diesen wunderbaren Spruch auf der Fußmatte derer zu Kohlen und Reibach erinnern, aus dem ersten Otto-Film?

Und wer kann sich noch an den alten Hunderter erinnern, der laut Wikipedia von 1962-91 in Umlauf war?

Als ich beim Durchblättern diverser Bilddatenbanken auf das Porträt von Sebastian Münster gestoßen bin, kam sofort ein „den kenn ich doch“ auf, gefolgt von einem „manno, das ist ein richtig beeindruckendes Porträt“.

Natürlich muss man an eventuelle Kunden denken, und, ganz ehrlich: wer hängt sich heutzutage so ein Bild an die Wand?
Und da kam mir eben die Fußmatte von Otto in den Sinn. Könnte man die nicht an die Wand hängen, den Sinnspruch durch ein Symbol ersetzen, und was wäre ein stärkeres Symbol für Geld als eben jenes Gesicht von Sebastian Münster?
Quasi so ähnlich wie bei den Indern, wo man, um Wohlstand anzuziehen, die Wohnung mit einem Bild oder einer Statuette des Elefanten-Gottes Ganesh schmückt …

Christoph-Amberger---Sebastian-Muenster

Nicht ganz ernst gemeint, aber vielleicht wirkt’s ja?
Auf jeden Fall wirkt das Akustikbild bei schlechtem Schall-Karma! Hundert Pro!

I never promised you

… a rose garden?
Lynn Anderson?
Das war way back in den Siebzigern, und trotzdem taucht bei „Rosengarten“ vor dem inneren Auge wohl zuallererst dieser Country-Song auf.

Ich möchte dem ein anderes Bild entgegensetzen, was nicht heißen soll, dass ich was gegen die Uraltschnulze hätte, auch ich hab den Hit damals mitgeträllert …

Paul Klee ist der Mann, der den Rosengarten schon deutlich früher zum Thema gemacht hatte, und man kann über Lynn Anderson sagen, was man will, aber der Rosengarten von Klee hat schon echt mehr Style.

Entstanden ist das Bild 1920, somit hat es mehr als doppelt so viele Jahre auf dem Buckel wie Lynn Andersons Lied, und ich finde, dass man sein Bild wohl auch noch mit Genuss anschauen kann wenn es 200 Jahre alt geworden sein wird.
Lynn Anderson wird da vermutlich niemand mehr kennen.

Klee---Rosengarten-119x100

Ab heute als Akustikbild zu haben.

Sooo schwül

Sobald man sich bewegt, kleben einem die Klamotten am Körper …
Keine Ahnung, ob es überall in Deutschland so drückend ist, aber wenn ich mir das neue Bild von Richard Temp so anschaue, dann vermute ich mal, dass zumindest dort ein ähnliches Klima herrscht.

Ich sehe Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit, Wirbel, die Gewitter enthalten und trotzdem keine Erfrischung bringen.
Und ich frag mich, ob das nun einer der Fälle ist, in denen das Beobachtete vom Beobachter abhängt?
Würde man ganz andere Dingen in dem Bild sehen, wenn das Wetter anders wäre?

Schaumermal.

GET-a

Auf jeden Fall ein Akustikbild, für das man sich eher in der kalten Jahreszeit erwärmt …