Grau go home

Aktiver Widerstand gegen das Regenwetter der letzten Tage!

Habe genug vom Blick aus dem Fenster, wenn ich doch nur bleigrauen Himmel sehe und dazu den Regen prasseln höre.
Manchmal gefällt mir das zwar, dem Regen zuzuhören, aber hey, Mai, genuch is genuch!

Dann glotz ich doch lieber auf das andere Fenster zur Welt, den Bildschirm, und mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.
Hab ich schon mal erwähnt, dass ich digitale Mal-Software liebe? Nein, nicht Photoshop, das wär ja wie mit dem Rollator auf die Formel 1 Strecke zu gehen, sondern z.B. Corel Painter, der Haifisch im Karpfenteich der Mal Software, mit unglaublich tollen Pinseln und wahnsinnig realistischen Mal-Effekten.

Ich kann mich da total verlieren, was ja an sich schon vom schlechten Wetter ablenkt. Natürlich besteht die Gefahr, dass man, wenn man gegen das öde Grau anmalt, ein wenig zu dick aufträgt.
Bin mir nicht ganz sicher, ob mir das hier passiert ist …

24-A0

Ich lad jetzt mal noch die Vorlage hoch, so dass man sich selbst ein Bild davon machen kann, ob ich jetzt zuviel des Guten …

24

Andererseits, wenn man je eine Weile auf das eine und dann eine Weile auf das andere Bild schaut, dann wird schnell klar, welches Bild eher dazu geeignet ist, die Laune zu heben.

Wie immer als Akustikbild erhältlich.

Laid back

Zwar waren, wie ich im letzten Post erwähnt hatte, im Saarland gar keine Pfingstferien, aber da ich für ein paar Tage in meine Heimat, das Allgäu, gefahren bin, war ich also doch im Ferien-Modus … und habe ganz entspannt nix gepostet.

Ein bisschen passt da also die „Zurücklehnende“ von Klee, und wenn ich mir das Bild genauer anschaue, dann finde ich dort durchaus ein paar der Flecken, die ich in den letzten Tagen auch auf so mancher Allgäuer Kuh zu sehen bekam.

Klee---Zuruecklehnende

Ok, der Witz ist sparsam, der Post ebenso, aber ich muss ja auch erst wieder in die Gänge kommen …

Und das Bild ist ja doch einwandfrei, oder?

Ferien

Tja, in manchen Bundesländern fangen heute die Ferien an (nicht so im Saarland), und passend dazu haben wir ein relaxtes Bild in unser Akustikbild Portfolio aufgenommen. Es heißt „Kiefern“ und stammt von Henri Edmond Cross.

Mir ist der Maler eher unbekannt. Klar, auf den ersten Blick sieht man, dass er Pointillist war, ebenso meint man auf den ersten Blick auf seinen Namen zu erkennen, dass er Engländer ist … was aber überhaupt nicht stimmt, denn sein Geburtsname war Delacroix, also Franzose und eher „from the cross“ als Cross.

Egal, hier haben wir eine Szene von der französischen Mittelmeerküste, und damit grüße ich all jene, die sich am Wochenende aufmachen in die zahlreichen Staus, um sich dann wohlverdient in der Sonne zu aalen.

Henri-Edmond-Cross---Kiefern-A0

Die Daheimgebliebenen können sich immerhin hier ein bisschen Urlaub gönnen …

Poor Nellie

… heißt das neue Bild von Richard Temp, das es als Akustikbild in unser Angebot geschafft hat.

Meine erste Assoziation beim Namen „Nellie“ ist „Elephant“, und das krieg ich wohl nie mehr anders in meinen Gehirnwindungen verdrahtet.
Unter dieser Prämisse wird auch klar, dass ich bei dem betreffenden Bild zuallererst einen Rüssel zu erkennen meine.
Und da der Titel auch noch von einer armen Nellie spricht, meine ich nun einen abgerissenen oder gar explodierenden Rüssel zu erkennen. Poor Nellie indeed!!!

Da man davon ausgehen kann, dass der Künstler nix von meinen Verdrahtungen weiß, gibt es sicher auch noch eine andere Deutung des Bildes.
Vielleicht hat das Bild ja gar nichts zu bedeuten oder zumindest etwas weniger Gewalttätiges … vielleicht hat der Künstler ja eine Katze namens Nellie, die sich zuerst auf der Farbpalette und dann auf der Leinwand gewälzt hat?
Oder eine Freundin, der das Mango-Heidelbeer Dessert auf den weißen Teppich gekippt ist?

poor-nelly

Egal, Hauptsache es schluckt Schall, und eigentlich sieht es als Akustikbild doch ganz fröhlich aus …

Grazil

Etwas anderes fällt mir als Überschrift zum heutigen Bild kaum ein, und je länger ich es betrachte (kann bei der Bildaufbereitung durchaus mal eine Stunde sein), desto passender finde ich sie.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine einfache Bleistiftzeichnung. Beim zweiten Blick entdeckt man einen Hauch Weiß hinter der Figur, was schon mal für ein bisschen Plastizität sorgt, und dann natürlich den zarten Farbauftrag auf der Figur, der sie jetzt nicht gerade aus dem Bild heraustreten lässt, aber zusammen mit den leichten Schraffierungen noch ein bisschen mehr vom Hintergrund abhebt.

Wenn soviel feine Nuancen zusammenkommen, dann entsteht schon mal ein ziemlich feines Bild, und wenn derjenige, der den Bleistift führt, dann auch noch Meister Modigliani ist, dann entsteht aus ein paar Strichen ein Symbol anmutiger Weiblichkeit.

Modigliani---Sitzender-weiblicher-Akt-119x100

Sehr leise, unser heutiges Akustikbild

Dunkelbunt

Gestern stand ein absolut untypischer Klee auf dem Bearbeitungsprogramm: Die Spiralschraubenblüten.
Wahrscheinlich würden 97% aller Befragten, wenn man sie nach Paul Klee fragen würde, irgendsowas antworten wie „das ist doch der mit den bunten Farbflächen“ …

Auch gerade deshalb find ich die Spiralschraubenblüten so eindrucksvoll. Wie er da nur mit Grautönen das Papier zum Tanzen bringt!

Ein „einfaches“ Bild, das große Schwierigkeiten bereithält bei der Druckvorbereitung: das Papier war, als das Repro entstand, so vergilbt, dass das Motiv insgesamt ziemlich „matschig“ aussieht. Wenn man in der Bildbearbeitung nun versucht, das Gelb rauszurechnen, entsteht ein merkwürdig flaches Bild, das gar keine Kraft mehr hat. Will man dann über Kontrastverstärkung wieder etwas mehr Bildwirkung erhöhen, sumpfen die dunklen Bereich gleich zu …
Also hab ich den Gelbstich nur ein wenig reduziert, die Formen ein kleines bisschen geschärft, und die Tonwerte so angepasst, dass das Bild wieder eine gewisse Tiefenwirkung hat.

Klee---Spiralschraubenblueten

Obwohl ich persönlich finde, dass mir das ganz gut gelungen ist, hör ich im Geiste schon die Stimmen, die irgendwas von „Beerdigungsstimmung“ murmeln.

Damit der Post dann also nicht so traurig(?) daherkommt, gibt’s noch einen Klee, diesmal deutlich bunter, aber auch ein wenig gedeckt: die Stadtburg.
Beide Motive sind ab heute als Akustikbilder zu haben:
Spiralschraubenblüten >
Stadtburg >

Klee---Stadtburg