Typisch

Nee, nicht wirklich, oder?
Die Kurvenlinien sagen sofort: van Gogh. Da muss man kein Kunstexperte sein, da genügen ein paar Museumsbesuche. Das Gehirn wandelt diese geschwungenen Linien ganz von selbst um in den Schriftzug „van Gogh“.
Aber dann beginnt man zu stutzen.
Wo bitte schön ist denn der Rest der Farben geblieben, wo der dicke Farbauftrag?
Klar, van Goghs pekuniäre Situation war wohl immer prekär (schön, dass ich diese zwei p-Worte mal in einem Satz unterbringen kann), konnte er sich also nicht mehr Farbe leisten? Oder anders ausgedrückt: hatte er nicht mehr alle Farben im Schrank?

Auftritt Kunstexperte:
Es handelt sich bei diesem Werk nicht um eine Gemälde, sondern um eine Zeichnung. Die Zeichnung wurde mit Bleistift begonnen, danach wurden Öl- und Aquarellfarben hinzugefügt.
Abgang Kunstexperte (Nase die Luft gereckt).

Aha, dann hatte van Gogh also eher zuviel Farben im Schrank, und musste den Überfluss auf einer Bleistiftzeichnung loswerden?
Das heißt dann auch vielleicht, dass er nicht deswegen verrückt wurde, weil er sie nicht mehr alle hatte, sondern weil er zuviel hatte?

Wie sagte schon mein alter Meister selig (Nebenerwerbs-Imker): „Z’viel isch nix, und wenn’s vom Honig isch“ …

Zuviel Schall im Zimmer?
Guggst du Akustikbild >>>

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