Irgendwo scheint immer die Sonne

… wenn auch gerade nicht bei uns.

Es ist 15.00 Uhr und ich wollte gerade eine Flasche Wein aufmachen. Nein, ich habe kein Problem mit Alkohol, nur mit dem kalten, nassen Wetter. Das liegt mir schwer auf dem Gemüt. (Der Desktophintergrund vom vorigen Post wirkt nicht so recht, weil ich immer das eine oder andere Programm auf habe, das ihn verdeckt).

Ich lass die Flasche noch zu (die werd ich heut Abend vielleicht brauchen, wenn das zweite Championsleague Halbfinale so öde wird wie das von gestern) und widme mich meiner Art von Farbtherapie: Ich beschäftige mich mit Bildern.

Habe schnell eines gefunden, von dem ein gelber Lichtschein ausgeht, der ein klein wenig die Aufgabe der verschwundenen Sonne übernehmen kann: Paul Gauguins „Les Mas“.

Gauguin---Les-Mas,-bei-Arles-A0

Und ratzfatz eingepflegt in den Akustikbilder Shop. Darauf einen Dujardin …

Wann wird’s denn endlich wieder Frühling?

Ich bin sonst nicht der Typ, der sich laufend über’s Wetter beschwert, aber das was sich da gerade vor der Tür abspielt ist traurig, und macht mich traurig. Oder sogar depressiv.

Also hab ich ein bisschen rumgekramt in der Festplattenschublade, ein Schönwetterbild vom letzten Jahr gefunden, hab es nachgemalt und voilà, als Desktophintergrund auf meinem Arbeitsplatz eingerichtet. Die Laune hat sich dabei um 27° gebessert.

Wer will, kann das Motiv als 1920x1080Px Datei als Desktophintergrund haben, einfach den Wunsch als Kommentar äußern.

27°

Wer mehr will, kann sich die Sommerwiese als Akustikbild bestellen …

Auf dem Trockenen

„Clover Island“ nennt Richard Temp sein neuestes Bild.
Und ich frag mich unwillkürlich, wo da denn nun das Meer ist. Soll keine Kritik sein, ist aber halt mein erster Gedanke.
Gedanke sei richtig, sagt Richard Temp, denn genau das sei diese Insel: eine Gedankeninsel. Einfach eine Agglomeration von Gedanken ohne Verbindung zum Rest der (Gedanken)Welt. Ein paar heiße Gedanken, ein paar kühle, mit Gängen dazwischen, die aber letztlich nirgendwohin führen.
So sei sie halt oft, die Kunst, sagt er, und wer will ihm da widersprechen?

Ich könnte mir jetzt auch vorstellen, das Bild nach der leeren Fläche ringsum zu benennen, z.B. „Nirvana“, was aber auch wenig zum Verständnis des Bildes beitragen würde.

Clover-Island

Als Verständnis förderndes Akustikbild ab heute zu haben …

Schon wieder vorbei

Nachdem der Frühling für ein paar Tage in Schwung geraten war, dachte sich Gott, dass er wohl mal wieder die Pause-Taste drücken muss.
Nur kein Überschwang. Es ist April. Da ist das eben so. Frühling mit Wackelkontakt.
Hat ja auch was, wenn die Pollen einem nicht so um die Ohren fliegen …

Das heutige Bild ist von Lesser Ury und heißt „Frühling“.
Für mich sieht es eher unterkühlt aus, also passend zu den Temperaturen, die uns für’s Wochenende bevorstehen. Die Bäume darauf wirken eigentlich eher herbstlich, und je länger ich das Bild vor mir habe, desto mehr muss ich mir einreden, dass das, was die Wasseroberfläche so weiß macht, kein Eis ist.
Es könnte ein seeehr früher Frühlingstag sein, der da auf Leinwand festgehalten wurde. Aber was ist mit dem Gelb links unten im Gras, und an den Unterseiten der Wolken? So ein Licht findet sich doch nicht vor April/Mai …
Ich tippe mal auf Klimawandel und erinnere mich an viel Schnee im April und an Heuschnupfen erst ab Ende Mai …

Lesser-Ury---Fruehling-A0

Früher war nicht alles besser. Früher gab’s keine Akustikbilder

Konstantin Opel

… gehört natürlich zusammengeschrieben und heißt mittlerweile eh Istanbul. Der Maler unseres heutigen Bildes, Iwan Konstantin(opel)owitsch Aiwasowski, offensichtlich Russe, ist eher bekannt als „Marinemaler“, hat die  erstaunlichsten und wohl besten Wasserbilder aller Zeiten gemalt, und war Mitte des 19. Jahrhunderts ab und zu am Bosporus.

Obwohl ich sein Wasser bewundere, sind die Bildmotive für die heutige Zeit doch eher langweilig. Schiffsuntergang hier, Schiff in Seenot da, einmal Schiff linksrum am kentern, einmal Schiff rechtsrum am kentern …

Hier eines der wenigen Bilder Aiwasowskis, in denen das Wasser eine Nebenrolle spielt.

Aber das unglaubliche Licht, das er normalerweise in seine Wassermassen hineingepinselt hat, hat er in diesem Bild auf eine Moschee im Hafen von Istanbul gezaubert. Wenn mich nicht alles täuscht, könnte es sich um die Nusretiye Moschee im Stadtteil Tophane handeln.
Was für ein Licht! Ich könnte niederknien. Die Morgensonne auf den Minaretten, und der Dunst über dem Meer – das ist reinste Magie!
Etwas profaner könnte man auch sagen „Drama Baby!“

Kein Wunder, dass die Europäer das Morgenland romantisiert haben, wenn es solche Bilder davon gibt.

Ivan-Ayvazovsky---Blick-auf-den-Hafen-von-Konstantinopel-100x119

Endlich wieder mal ein neues Akustikbild in der Kategorie „Alte Meister“.

Mittagszähne

Wenn einer Berge malen kann, dann doch wohl ein Schweizer, oddr?

In diesem Sinne bringt Ferdinand Hodler also schon mal per Geburtsrecht ein ordentliches Gewicht auf die Waage, und es liegt einem das „wer hat’s erfunden?“ förmlich auf der Zunge.

Mir gefällt hier vor allem der Himmel, manno, was für ein Licht!
Und dann die schwarze Berglinie, der härteste Kontrast im ganzen Bild. (Witzig find ich, dass die schwarze Linie oft nicht direkt das Himmelsgelb berührt, sondern an ein Weiß stößt, von dem ich nicht sagen kann ob es Farbe ist oder weiße Leinwand, egal, der Effekt ist nämlich der gleiche, der mir beim digitalen Schärfen von Fotos begegnet: weiße Halos um kontrastreiche Kanten …)
(Also wer hat’s erfunden, das Scharfzeichnen?)

Damit kommen wir zur Überschrift:
solche Berge mit solchem Himmel findet man gottseidank nicht (nur) in der Heimat (sonst wäre man ja ein Heimatmaler), sondern auch in Südfrankreich, im Midi.
Und somit sind die „Dents du Midi“ nicht unbedingt Mittagszähne, sondern die Bergzacken des Midi.

Ferdinand-Hodler---Dents-du-Midi

Neue Berge braucht die Wand!

Quadratschädel

Aber nur beinahe.
Erstens ist das Bild 84x100cm groß (bei uns als Akustikbild, im Original nur ca. 14x17cm), und damit wäre höchstens es ein Rechteckschädel .
Und zweitens ist das Bild ja doch kubistisch angehaucht, dann wäre es ja folglich eher ein Quaderschädel …

Egal, mir gefallen Alexej Jawlenskys Gesichter, von denen er ja massenhaft unterschiedliche Varianten gemalt hat, und ich hoffe, dass mir das eine oder andere noch in druckbarer Qualität über den Weg läuft.

Apropos Druckqualität: das hier vorliegende Bild ist nicht sooo wahnsinnig gut aufgelöst, so dass wir uns mit einer Druckgröße von unter einem Quadratmeter zufrieden geben müssen, was ja eigentlich unser Standard-Mindestmaß ist …
Und wenn man eh schon ein 14x17cm großes Bild auf 84x100cm aufbläst, dann muss man auch ein wenig Abstriche an „den Details“ machen.
Das muss allerdings kein großer Nachteil sein, denn ab einem Betrachtungsabstand von ca. 80cm sieht das gedruckte Ergebnis makellos aus. Lediglich wenn man näher herangeht, wird man die etwas weniger gut aufgelösten Details feststellen können.

Jawlensky---Abstrakter-Kopf

Ab heute im Shop

Mein lieber Mann

… was für eine platte Überschrift (wieder mal).

Dabei könnte es ihr lieber Mann werden. Mein lieber (!!!) Scholli, Schluss mit den unwitzigen Wortspielen: es ist ein Liebermann. Ein Max!
Und es ist ein Bild vom Wannsee!

Liebe Berliner, ihr tummelt euch ja doch recht oft auf unserer Website (die IP Adresse mag kryptisch erscheinen, aber Google Analytics teilt uns dann mit: Besucherquelle „Berlin“), aber seit Urzeiten hat sich keine/r von euch zum Kauf eines Akustikbildes entschließen können.
Wir appellieren hiermit an euer Heimatgefühl.
Und laut ist es in euren Wohnungen/Büros/Konferenzräumen doch auch.
Unsere Firma mag zwar im Saarland ansässig sein, aber wir liefern auch bis zu euch. Kostenfrei!

Max-Liebermann---Haus-am-Wannsee

Also, Akustikbild, Max Liebermann- Haus am Wannsee, 1A Lage, Quadratmeterpreis 349.-€

Gut gesät

… ist halb geerntet.

Auch wenn das Wetter gerade nicht so ideal ist: wir sind mitten drin in der Saat- und Pflanzzeit.
Die Parkplätze vor den Gartencentern sind überfüllt wie seit dem Herbst nicht mehr, und wer nicht morgens zeitig dort auftaucht, kriegt abends oft nur die welken Restbestände, die den anderen nicht gut genug waren.

Auch ich habe gepflanzt, nämlich ein neues Motiv in den Akustikbilder-Shop, auf dass es, wenn seine Zeit kommt, reichlichen Ertrag bringen möge …

Es handelt sich bei diesem Bild wieder mal um einen Klee (und ich betone es gerne noch einmal: von Klee kann ich gar nicht genug kriegen).
Der Titel ist so bezaubernd wie das Bild an sich, und lautet „Kleiner Gartengeist“. Und so frisch wie hier die Farben daherkommen, kann doch nur der Frühling gemeint sein, oder?
Ein wie ich finde ungewöhnlicher Klee, der mich höchstens ein klein wenig an seine Engel erinnert, die halt „nur“ schwarzweiße Strichzeichnungen sind.

Klee---Kleiner-Gartengeist

Als Akustikbild an die Wand gehängt, hilft es die guten Geister des Wachstum zu beschwören, während sich die etwas nervigeren Geister des Gelabers in seinen Maschen verfangen …

Typisch

Nee, nicht wirklich, oder?
Die Kurvenlinien sagen sofort: van Gogh. Da muss man kein Kunstexperte sein, da genügen ein paar Museumsbesuche. Das Gehirn wandelt diese geschwungenen Linien ganz von selbst um in den Schriftzug „van Gogh“.
Aber dann beginnt man zu stutzen.
Wo bitte schön ist denn der Rest der Farben geblieben, wo der dicke Farbauftrag?
Klar, van Goghs pekuniäre Situation war wohl immer prekär (schön, dass ich diese zwei p-Worte mal in einem Satz unterbringen kann), konnte er sich also nicht mehr Farbe leisten? Oder anders ausgedrückt: hatte er nicht mehr alle Farben im Schrank?

Auftritt Kunstexperte:
Es handelt sich bei diesem Werk nicht um eine Gemälde, sondern um eine Zeichnung. Die Zeichnung wurde mit Bleistift begonnen, danach wurden Öl- und Aquarellfarben hinzugefügt.
Abgang Kunstexperte (Nase die Luft gereckt).

Aha, dann hatte van Gogh also eher zuviel Farben im Schrank, und musste den Überfluss auf einer Bleistiftzeichnung loswerden?
Das heißt dann auch vielleicht, dass er nicht deswegen verrückt wurde, weil er sie nicht mehr alle hatte, sondern weil er zuviel hatte?

Wie sagte schon mein alter Meister selig (Nebenerwerbs-Imker): „Z’viel isch nix, und wenn’s vom Honig isch“ …

Zuviel Schall im Zimmer?
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